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Still und stark: Tipps für Introvertierte

Hören Sie lieber zu, als große Reden zu schwingen? Fühlen Sie sich im kleinen Kreis sehr viel wohler als in großen Gruppen? Lösen Sie Probleme erst einmal für sich allein? Dann neigen Sie womöglich zur Introvertiertheit – und befinden sich in guter Gesellschaft.

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Jeder Mensch trägt introvertierte und extrovertierte Züge in sich. Die meisten tendieren jedoch in eine Richtung. Nach bisherigen Erkenntnissen ist Intro- beziehungsweise Extrovertiertheit angeboren und eine über die Lebensspanne recht stabile Persönlichkeitseigenschaft. Mindestens ein Drittel der Bevölkerung gehört zu den eher Introvertierten. Sie werden als ruhig, zurückhaltend, in sich gekehrt wahrgenommen, halten sich gern im Hintergrund und machen um sich selbst nicht viel „Gewese“. Selbstdarstellung, Machtgehabe und Konkurrenzkampf sind ihnen ein Graus. Smalltalk, laute Partys oder Massenveranstaltungen – lieber nicht!

Eltern machen sich oft Sorgen, wenn ihre Kinder gern alleine spielen, still oder gar schüchtern sind. Tatsächlich haben stille Menschen in einer Welt, in der extrovertiertes Verhalten als Ideal gilt, oft das Nachsehen. Sie werden gern übersehen oder unterschätzt.

Haben es Extrovertierte leichter?

Extrovertierte Menschen haben zunächst die besseren Karten, das belegen Forschungsergebnisse. Sie sind lauter, dominanter, energischer und geselliger. Es fällt ihnen leichter, Kontakte zu knüpfen und ihre Stärken in das richtige Licht zu rücken. Damit sind sie häufig erfolgreicher im Berufs- und Privatleben als ausgeprägt introvertierte Persönlichkeiten.

Hat es auch Vorteile, introvertiert zu sein?

Introvertiertheit wird oft als wenig erstrebenswert angesehen. Dabei haben introvertierte Menschen einzigartige Stärken und Fähigkeiten. Sie sind oft besonders kreativ, sie sind exzellente Zuhörer und ausgezeichnete Beobachter. Verglichen mit den eher impulsiv agierenden Extrovertierten handeln sie mit Bedacht, hinterfragen und überdenken Situationen erst einmal kritisch. Sie sind meist hervorragend darin, Informationen zu analysieren und Lösungen für komplexe Probleme zu entwickeln. Es mag sie selbst überraschen, dass sie begabte Führungskräfte sind: Viele erfolgreiche Persönlichkeiten – von der Bundeskanzlerin über Albert Einstein bis zu Microsoft-Gründer Bill Gates – gelten als introvertiert.

Was sind die größten Herausforderungen für Introvertierte?

Introvertierte neigen dazu, Dinge kritisch zu hinterfragen. Das gilt auch für sie selbst. Oft steht die Frage im Raum: Soll ich mich ändern, auch wenn es mir schwerfällt? Muss ich offener, kommunikativer, geselliger etc. sein, um meine Interessen durchzusetzen? Dabei kann sich kaum jemand dauerhaft verbiegen und gegen die eigene Natur leben. Besser ist es, sich auf seine einzigartigen Stärken zu konzentrieren und sie gezielt zu nutzen und weiterzuentwickeln.

•    Selbstakzeptanz
Selbstakzeptanz bedeutet, die eigene Person bedingungslos anzunehmen, mit allen Stärken und Schwächen. Sie ist eine elementare Voraussetzung für ein glückliches und zufriedenes Leben – nicht nur für Introvertierte. Ausdrücklich schließt sie jedoch die Entwicklung und Erweiterung eigener Handlungsspielräume mit ein.
•    Seine Stärken kennen
Introvertierten Menschen ist oft nicht klar, dass sie besondere Stärken und Fähigkeiten mitbringen. Sie sind vielleicht keine Partylöwen, dafür gehen sie den Dingen auf den Grund, sie haben feinere Antennen, sind empathische Zuhörer und kritische Denker. Im 1:1-Gespräch, bei der Analyse komplexer Probleme oder im schriftlichen Ausdruck sind sie ganz weit vorne.
•    Rückzugsorte und Ruhe
Introvertierte Menschen fühlen sich an vertrauten Orten und mit vertrauten Menschen am wohlsten. Sie tanken auf durch Zeit mit sich allein und brauchen Ruhephasen und Rückzugsorte, in denen sie „ihr Ding“ machen dürfen.
•    Die Komfortzone erweitern
Persönliche und berufliche Weiterentwicklung braucht neue Erfahrungen und Herausforderungen. Die eigene Komfortzone zu erweitern und sich auch mal Situationen zu stellen, die zunächst ungewohnt sind oder sogar etwas Angst machen, ist dafür entscheidend. Für Introvertierte kann das beispielsweise bedeuten: im Meeting das Wort ergreifen, eine Präsentation vor Publikum halten oder jemanden auf einer Party ansprechen.
•    Eine gesunde Balance finden
Gerade als introvertierter Mensch muss man aufpassen, sich nicht allzu stark in seine Festung zurückzuziehen und einen gesunden Kompromiss zwischen seinem Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe und gesellschaftlichen/sozialen Aktivitäten finden. Beides ist wichtig. Wie viel Rückzug jemand braucht und wie viel Stimulation von außen guttut, muss jeder selbst herausfinden.

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